Eine Casting-Show jagt die nächste - höchste Zeit, mal ein paar Takte über das Business, das künstliche Pushen von talentfreien Eintagsfliegen und dem ganzen drumherum loszuwerden... das dachten sich die Jungs von PINK CREAM 69.
Und offensichtlich hat sich der Vierer um Sänger David Readman mächtig darüber aufgeregt - denn "Thunderdome" wirkt nicht nur gereifter als die Vorgängeralben, nein, fast durchgängig ein bis zwei Nuancen härter und aggressiver - nicht zuletzt sorgt Sänger Readman selber für die Weiterentwicklung der Songs.

Die beiden MERCYFUL FATE Musiker Hank Shermann und Michael Denner gründeten im September 2002 die Band FORCE OF EVIL. Geeignete Mitstreiter waren mit Martin Steene (IRONFIRE), Hal Patino (KING DAIMOND) und Bjarne T. Holm (MERCYFUL FATE) schnell gefunden. Das hat schon fast was von einer Allstar-Band :-)

DEVIATED PRESENCE entstand im Jahre 2001 noch als Soloprojekt von Sänger/Gitarrist Felix. In der Zwischenzeit hat er aber eine schlagkräftige Mannschaft um sich versammelt (u.a. SYMBIONTIC-Drummer Hartmut), so dass es nun sowohl live als auch auf Platte richtig losgehen kann.

Dass aus Skandinavien auch mal was anderes als düsterer Black Metal kommen kann, das beweisen WUTHERING HEIGHTS.
Die fünf Jungs haben in ihrer knapp zehnjährigen Geschichte schon diverse Besetzungswechsel hinter sich gebracht und bekommen nun nach bereits zwei Veröffentlichungen gesangliche Unterstützung von ASTRAL DOORS-Frontmann Nils Johannson. Das dritte Album "Far From The Madding Crowd" führt konsequent den Stil der Band fort - episch angelegte, melodiöse Titel mit sowohl progressiven als auch mittelalterlichen Einflüssen.
Wie? Das war nicht deutlich genug? Ok - Vergleiche mit Bands wie BLIND GUARDIAN oder SYMPHONY X kommen beim Hören sofort auf.

"Emotional Disorder" heißt das Debütalbum der fünf Spanier INNERSELF - und das rumpelt mächtig und dürfte so ziemlich am oberen Ende der Härteskala rangieren, was das Label Locomotive Music so zu bieten hat. Sowohl die Musik als auch die Titel/Texte sind reichlich düster geraten - Titel wie "Desperate" oder "Hate Feeds Hate" sind da nur Beispiele - Textauszug gefällig? Bitte sehr: "The human race falling fulminated - there's no escape, now it's too late." (Ebola). Und trotz der Härte bauen INNERSELF immer wieder klassische Riffs ein, die den Songs ihren eigenen Stil geben.
Dass ein gewisser Mika Jussila, der auch für MOONSPELL oder CHILDREN OF BODOM die Finger am Mischpult hatte, hier ein wenig mitgemischt hat, ist nicht von der Hand zu weisen.

Der Titel lässt es erahnen - Frontiers Records haben vor, aus INFLUENCES & CONNECTIONS eine Reihe von Veröffentlichungen zu machen, in denen diverse Bands ihre Hits zusammen mit ihren Vorbildern / Weggefährten, etc. neu auflegen dürfen.
Den Startschuss feuern MR. BIG ab - die Jungs um Bassist Billy Sheehan verstanden es immer, melodiöse Rocksongs zu schreiben - leider beschränkte sich der große Erfolg hierzulande weitestgehend auf die beiden Herzensbrechernummern "To Be With You" und "Wild World" in den 90ern - und nachdem Gitarrist Paul Gilbert Ende der 90er der Band den Rücken kehrte, war nach zwei weiteren (ausschließlich in Japan veröffentlichten) Alben mit Neubesetzung Ritchie Kotzen 2002 dann endgültig Schicht im Schacht.
Insofern dürfte sich mit diesem Album wohl die letzte Gelegenheit für Fans bieten, die Songs von MR. BIG noch einmal von den Bandmitgliedern - zwar nicht live, aber immerhin in aufgefrischter Version präsentiert zu bekommen.
Und die Unterstützung, die das Quartett bekommt, kann sich sehen lassen - die Liste reicht von Joe Lynn Turner (z.B. Ex-RAINBOW) und Glenn Hughes (z.B. Ex-DEEP PURPLE) über Yngwie Malmsteen und Marty Friedman (MEGADETH) bis zu Steve Lukather und Keanu Reeves (!).

Die Geschichte von GORGONS EYES reicht bis zur Gründung im Jahr 1992 zurück. Das Line-Up musste aber in den ersten Jahren immer wieder verändert werden und somit ist bis auf das Demotape "Battletales" (im Jahre 1996) nichts veröffentlicht worden. 3 Jahre später kam mit "Bold And Unbroken" mal wieder eine 3-Track CD auf den Markt. Richtig durchgestartet wird aber erst jetzt mit dem ersten vollständigen Album "The Battle Rages On".

Die Band GEZEITEN kommt aus der Schweiz und gibt mit "Demo CD 2003" (toller Titel) ihr zweites Lebenszeichen in Form eines Tonträgers ab. Das erste Album "Bazzyllus" stammt aus dem Jahre 2000 und so wurde es wirklich mal Zeit für neuen Stoff.

Die Formation ASSUMPTION OF MIGHT wurde im Herbst 1999 gegründet und hat sich, nach eigener Aussage, der Mischung aus Black und Death Metal verschrieben.

Dies ist aber nur bedingt der Fall. Also soundmäßig erinnert mich das alles sehr an die Black Metal Bands Anfang der 90er Jahre. Wobei gerade bei den Riffs durchaus auch Death Metal Elemente vorhanden sind.

Es gab in den 90ern wohl keine andere Band, die in die schwedische Death Metal-Szene so viele Innovationen eingebracht hat, wie EDGE OF SANITY, allen voran Bandleader Dan Swanö. Alben wie "Unorthodox", "Purgatory Afterglow" und besonders das geniale "The Spectral Sorrows" zählen nach wie vor zu den Highlights dieses Genres, das sich wahrlich nicht über eine geringe Anzahl an qualitativ hochwertigen Outputs beschweren muss. Umso unwürdiger war dann das (vorläufige) Ende dieser Götterband im Jahre 1997: nach dem relativ schwachen "Infernal", das praktisch von zwei autarken und zerstrittenen Bands (Swanö zum einen, die übrigen EoS-Mitglieder zum anderen) aufgenommen wurde, stieg Swanö aus, und mit einem neuen Sänger wurde "Cryptic" veröffentlicht, das aber nicht im geringsten dieser Band gerecht wurde. Dieses war, abgesehen vom (sehr erlesenden) Best-of-Album "Evolutions" das bislang letzte Lebenszeichen dieser Legende.

Achtung, die große Ultrabrutale ist im Anmarsch! Einen richtig dicken Fisch haben sich Osmose Productions mit den australischen ABOMINATOR an Land gezogen.
Deren Death Metal Gebolze, das es mit vergleichbarem Material von US-Combos wie ANGELCORPSE und DEICIDE locker aufnehmen kann, war außerhalb des fünften Kontinents bisher eher Underground-Fans ein Begriff. Mit dem neuen Plattenvertrag im Rücken könnte sich der Bekanntheitsgrad der vier Aussies hierzulande sicher immens vergrößern, die Qualität dazu hat die Horde um Frontmann Max Krieg allemal.

Zu Bands wie DEEP PURPLE oder RAINBOW muss man sicher kaum mehr große Reden schwingen, um auf ihre Bedeutung in der Entwicklung des Rock/Metal hinzuweisen - und auch der Mann, der federführend hinter beiden Bands stand, dürfte hinreichend bekannt sein - Ritchie Blackmore - spätestens seit "Smoke On The Water" DAS personifizierte Gitarrenriff...
Auch wenn der Titel BLACKMORE's CASTLE es vermuten lässt - Mr. Blackmore selbst hat hier seine Finger nicht im Spiel gehabt - vielmehr wollen einige Musiker des Jetzt dem guten Ritchie mit diesem Album ihren Dank zollen.
Freundlicherweise weist das Infoblatt ausdrücklich darauf hin, dass diese Bands es erst gar nicht versuchen wollten, "perfekte Songs" noch zu verbessern… das wäre bei der vertretenen Songauswahl auch reichlich vermessen - von "Perfect Strangers" bis "Man On The Silver Mountain" ist schließlich alles äußerst hochkarätig.

Schaut man sich einmal das Cover oder auch die Bandfotos an, so kommt man leicht auf den Gedanken, dass die Schweden DOGPOUND schlechten Rap, grottenschlechten Garagen-Punk, oder im Bestfalle - zeitgemäß - ein wenig Nu-Metal. Der Bandname oder auch der Albumtitel "The Hellbum" tut sein übriges dazu.
Mit schlimmer Vorahnung wandert die CD also in den Player - und überrascht dann völlig. Die Jungs spielen hausgemachten erdigen Heavy Rock und zeigen, dass sie eine Menge Potential besitzen!

Die Information die ich über diese Band habe sind etwas spärlich. Die Formation stammt aus Italien und hat sich dem Progressive Metal verschrieben. Na dann mal reinhören...

Fast 6 Jahre nach "...magni blandinn ok megintiri..." ist Meister Vratyas Vakyas endlich mit einer neue Scheibe am Start. Er hat vom Label alle Zeit der Welt bekommen und diese auch reichlich genutzt :-)

Hinter DREAMTIDE verbergen sich hauptsächlich ehemalige Mitglieder von FAIR WARNING - federführend Gitarrist Helge Engelke, der nach seinem Weggang den nicht ganz unbekannten Shouter Olaf Senkbeil (u.a. Backings für BLIND GUARDIAN) und den Bassisten Ole Hempelmann um sich scharte, sowie noch kurzerhand mit Drummer CC Behrens und Keyboarder Torsten Lüderwaldt zwei weitere ex-FAIR WARNING-Kollegen einspannte - fertig ist die Besetzung von DREAMTIDE...
Wie die Namen bereits vermuten lassen - die Jungs kommen aus Deutschland - genauer gesagt: Hannover - und sie bemühen sich redlich, die deutsche Metalszene zu bereichern.

Wer hätte gedacht, dass sich ausgerechnet im hohen Norden Europas - der Hochburg der Black-Metal-Bands - ein paar Musiker zusammenfinden, um Musik zu machen, wie sie "heavy-metallischer" nicht sein könnte?
ASTRAL DOORS lassen mit ihrem Debütalbum "Of The Son And The Father" elf regelrechte Granaten auf die Welt los, die am ehesten an BLACK SABBATH zu "Headless Cross"-Zeiten erinnert - noch ein wenig RAINBOW hier, ein wenig DEEP PURPLE dort - fertig ist eine explosive Mischung.
Neben der Gitarrenarbeit von Joachim Nordlund und Johan Lindstedt hat Sänger Patrik Johansson nicht unerheblichen Anteil daran, der wie eine Symbiose aus 80% Tony Martin und 20% Dio klingt.
Für die DEEP PURPLE-Analogien sorgt Keyboarder Jocke Roberg, der zwar keine ausgefeilten Klangteppiche ausbreitet, aber regelmäßig seine Einwürfe beisteuert.

DAWNSIGHT erblickte im Jahr 2001 das Licht der Welt. Wobei sich die Band zunächst auf einige Coverversionen beschränkte. Nach und nach entstanden aber auch eigene Songs und als Resultat dessen ist nun diese 4-Track-CD entstanden, das Debüt der Hessen. Stilistisch sieht sich die Band im Bereich von IRON MAIDEN und ICED EARTH und das kann man wohl so durchgehen lassen.

Dreimal darf geraten werden, inwieweit sich das Duo Fenriz und Nocturno Culto, seit nunmehr fast 15 Jahren als DARKTHRONE fungierend, auf ihrer zehnten Platte musikalisch weiterentwicklet haben. Die richtige Antwort lautet selbstverständlich: Gar nicht. Warum auch?

Vor zehn Jahren galten GORGOROTH im Zuge der damaligen Black Metal Bewegung in Norwegen als Pioniere ihrer Zunft und als eine der krassesten Bands im Bezug auf Brutalität und Primitivität. Es kam nur Geschrei und räudiger Krach aus den Boxen, wenn man GORGOROTH auf seine Stereoanlage losließ, aber gerade dieser animalische Sound war und ist halt der einzig wahre Black Metal.


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